Wer am Morgen oder am späten Nachmittag auf dem Altstadtring in Hilpoltstein unterwegs ist, der erkennt es sofort …

Hilpoltstein hat ein Verkehrsproblem 

Täglich befahren etwa 16.000 Fahrzeuge den Altstadtring, das Verkehrsaufkommen ist genauso groß wie auf der B2 auf der Höhe von Röttenbach.

Nachdem 2015 der Bau einer Umgehungsstraße in einem Bürgerentscheid knapp abgelehnt wurde, hat der Stadtrat ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um Maßnahmen zu erarbeiten, die einen Verkehrskollaps verhindern können.

Intelligente Ampeln sollen für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Der Austausch der Ampeln ist jedoch die einzige Maßnahme, die das Staatliche Bauamt am Altstadtring mittragen und mitfinanzieren wird. Die im Verkehrskonzept als besonders wichtig eingestufte Rechtsabbiegespur vom Altstadtring in die Industriestraße wurde vom Staatlichen Bauamt abgelehnt.

Die Mehrheit im Stadtrat setzt nun auf sanfte Mobilität. Man möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr zu Fuß gehen, Fahrrad fahren oder den Öffentlichen Nachverkehr nutzen.

Hilpoltstein soll zur Fahrradstadt werden. Um dieses Ziel voranzutreiben, hat der Stadtrat ein Fahrradwegekonzept in Auftrag gegeben. Aus Sicht der Freien Wähler ist das Radverkehrskonzept gut gelungen. Es beschreibt viele kleinere und größere Maßnahmen, welche die Fahrradnutzung erleichtern werden. Aber beim Ausbau der Fahrradwege stößt man auf voraussehbare Probleme. Dort wo Fahrradwege gebraucht werden, hat man zu wenig Platz und dort wo man Platz hat, braucht man keine zusätzlichen Fahrradwege.

Wir Freien Wähler sind der Meinung, dass wir einen sicheren Radverkehr in Hilpoltstein nur dann bekommen, wenn wir den Radfahrern mehr Verkehrsfläche zur Verfügung stellen. Mehr Raum für den Radverkehr bedeutet, dass der Durchgangsverkehr raus muss aus Hilpoltstein.

Wollen wir die Verkehrssituation in Hilpoltstein nachhaltig verbessern, müssen wir über eine Umgehungsstraße sprechen.

Wir Freie Wähler glauben nicht daran, dass der Verkehr in Hilpoltstein weniger werden wird. Im ländlichen Raum und dort befindet sich Hilpoltstein sind die Bürgerinnen und Bürger mangels Alternativen auf ihr Auto angewiesen und dies wird sich in absehbarer Zeit auch nicht wesentlich ändern.

In städtischen Bereichen ist die Situation völlig anders. Dort sind der Öffentliche Nahverkehr und Fahrräder in vielen Bereichen dem PKW-Verkehr überlegen. Viele Menschen können in den Städten problemlos auf ein eigenes Auto verzichten, auf dem Land benötigen wir das Auto, um mobil zu sein.

Meckenhausen hat  Entwicklungschancen

Auf Initiative der Freien Wähler plant die Stadt Hilpoltstein unterstützt vom Staatlichen Bauamt eine Ortsumgehung. Verkehrsuntersuchungen haben ergeben, dass eine Südumgehung 70% des Verkehrs aus Meckenhausen rausnehmen wird.

Dies schafft Raum für eine Dorferneuerung. Wo heute die Menschen unter dem Verkehr leiden, könnten in Zukunft wieder begehrte Wohnlagen entstehen.