Rettet die Bienen

Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" sollte aufrütteln. Die Zahl der Insekten hat drastisch abgenommen und eine zunehmen Zahl von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Die Ursachen des Insektenrückgangs sind vielfältig und insgesamt komplex. Lebensräume gehen verloren und werden durch Schadstoffe beeinträchtigt.

Flächenverbrauch

Der Flächenverbrauch in Bayern ist nach Ansicht der Umweltschützer viel zu hoch, sie fordern den Flächenverbrauch auf 5 Hektar am Tag gesetzlich zu begrenzen. Der Bayerische Gemeindetag unterstützt den Wunsch nach einem geringeren Flächenverbrauch, lehnt jedoch die gesetzliche Festschreibung als Eingriff in die Planungshoheit der Gemeinden ab.

Wie können wir die Biodiversität fördern ?

Der behutsame Umgang mit Flächen ist wichtig, aber bei einer wachsenden Bevölkerung in Bayern steht der Wohnraumgedarf und der Bedarf an Arbeitsplätzen einer Reduzierung des Flächenverbrauchs entgegen.

Hilfreich wäre es, wenn wir auf den vorhandenen Flächen eine naturangepasste Bewirtschaftung betreiben würden. Eine Landwirtschaft mit weniger Pestiziden nutzt der Artenvielt. Deshalb ist es auch richtig, den naturnah wirtschaftenden Biologischen Landbau stärker finanziell zu fördern. 

In der Gemeinde haben wir begonnen die kommunalen Flächen stärker in den Blick zu nehmen. Hier haben wir die Möglichkeit durch angepasste Pflegemaßnahmen die Artenvielfalt zu fördern, oft hilft es ja schon, wenn wir den Schnittzeitpunkt der Wiesen nach Hinten verlegen.

Die Gemeinde ist im Besitz von vielen Ausgleichsflächen, hier werden wir die Pflege- und Bewirtschaftungsmaßnahmen optimieren. Wir sind in Hilpoltstein auf einem guten Weg. Zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) werden wir ein Kommunalflächenmanagementsystem aufbauen. Ziel ist es, nach einer fachlichen Beurteilung der Flächen eine angepasste Bewirtschaftung zu planen und umzusetzen.

Nicht immer zielführend scheint hier der derzeit vorherschende "Blühflächen-Aktionismus" zu sein, der oft nur für schöne Optik sorgt, aber oft wertvolle aber unscheinbar blühende Arten verdrängt.

Auch die Bürger können mithelfen!

Leider setzen sich in immer mehr Gärten der fast täglich, robotergemähte Kurzschnittrasen und die pflegeleichten Steingärten durch. Wenn wir uns ein wenig mehr Mühe geben,dann können wir in unseren Gärten sehr viel für eine artenreiche Flora und Fauna tun.