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Bürgermeisterkandidat Michael Pfeiffer

Interview

Wir präsentieren den Bürgermeister für die Großgemeinde Hilpoltstein: Michael Pfeiffer

Michael Greiner sprach mit dem Bürgermeisterkandidaten über seine Ideen und seine Chancen

Michael Greiner: Die Freien Wähler haben dich zu ihrem Bürgermeisterkandidaten nominiert. Wie siehst du die derzeitige Situation der Stadt Hilpoltstein?

Michael Pfeiffer: Hilpoltstein ist die Stadt im Landkreis mit den besten Entwicklungsmöglichkeiten und den größten Potenzialen. Diese Potenziale werden derzeit nicht genutzt und liegen brach. Ich war 13 Jahre bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Ich weiß, was gut, aber ich weiß auch, was schief läuft. Doch ich will nicht jammern sondern aktiv werden und diese Potenziale ausschöpfen.

Michael Greiner: Wo liegen nach deiner Meinung diese Potenziale?

Michael Pfeiffer: Hilpoltstein ist der Schulstandort im südlichen Landkreis. Wir haben eine wunderschöne Altstadt, lebendige Dörfer, aktive Vereine, großes ehrenamtliches Engagement, den Rothsee vor der Haustür und natürlich auch gute Verkehrsanbindungen. Aber vor allem haben wir in Hilpoltstein und den Dörfern engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Michael Greiner: Hilpoltstein galt immer als Zentrum des südlichen Landkreises. Diese Zentralitätsfunktion droht verloren zu gehen. Andere Städte und Gemeinden sind an Hilpoltstein vorbeigezogen. In der Steuerkraft ist Hilpoltstein im Vergleich der Landkreisgemeinden seit 1998 von Platz sieben auf Platz 13 (2006) zurückgefallen. Was wirst du tun, um Hilpoltstein wieder nach vorne zu bringen?

Michael Pfeiffer: Um Hilpoltstein dort zu platzieren wo es nach meiner Überzeugung hingehört, nämlich ganz vorne im Landkreis, brauchen wir eine deutliche Erhöhung der Steuerkraft. Damit meine ich keinesfalls eine Erhöhung der Steuern für unsere Bürgerinnen und Bürger. Nein, vielmehr gilt es Betriebe in Hilpoltstein auszubauen oder anzusiedeln, die zum Gewerbesteueraufkommen beitragen und gleichzeitig qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten, damit auch die Jugend eine Zukunft hat. Dafür werde ich mich einsetzten. In einer Stadt in der Größe Hilpoltsteins ist die Gewerbe- und Wirtschaftspolitik Aufgabe des Bürgermeisters. Dazu brauchen wir keinen Citymanager oder Wirtschaftsreferenten. Ich werde mich selbst mit aller Kraft, die mir für dieses Amt zur Verfügung steht, für die Stärkung der vorhandenen Betriebe und die Ansiedlung von neuen Betrieben einsetzen. Hierzu Wir haben wir ein "Filetstück" an der Autobahn. Dort kann Gewerbe ohne unzumutbare Belastung der Anwohner entwickelt werden. Entgegen den offiziellen Verlautbarungen bietet das Gewerbegebiet "An der Autobahn" noch genügend Platz für neue Firmen. Aber, es geht nicht um neue Firmen um jeden Preis. Wir brauchen Firmen mit Qualität, Betriebe die es möglich machen, die Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Michael Greiner: Die Lebensqualität für die Hilpoltsteiner verbessern -  wie willst du das konkret erreichen?

Michael Pfeiffer: Hier gibt es viele Ansätze. Natürlich muss der Schulstandort Hilpoltstein weiter entwickelt werden. Bildung ist unsere Zukunft.

Wir brauchen weiterhin attraktive Wohngebiete. Wir dürfen die Planungshoheit nicht aus der Hand geben. Das heißt, neue Wohngebiete, die nur die Interessen der Investoren berücksichtigen, wird es mit mir nicht geben. Ich will kein "Pfeiffer-City"  Ein Baugebiet muss sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientieren. Dazu gehören anspruchsvolle Freiräume und selbstverständlich auch ein Spielplatz.

Der Fremdenverkehr muss mit neuen Ideen aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden.

Natürlich dürfen auch unsere Dörfer nicht zu kurz kommen. Insbesondere die Dörfer, die noch nicht in den Genuss der Dorferneuerung gekommen sind haben großen Nachholbedarf.

Weitere Handlungsfelder sehe ich in der Belebung der Innenstadt, in der längst überfälligen Sanierung von Straßen und öffentlichen Gebäuden, im Ausbau der Radwege, in der Stärkung der Landwirtschaft usw.

Michael Greiner: Wo sind deine Stärken? Was qualifiziert dich zum Bürgermeister?

Michael Pfeiffer: Ich will Politik für die Bürgerinnen und Bürger und mit ihnen machen. Bürgerbeteiligung ist für mich kein Fremdwort. Dass ich gestalten und Menschen motivieren kann, habe ich nicht zuletzt bei der Verwirklichung des Dorfplatzes in Solar unter Beweis gestellt. Diesen Platz haben wir selbst geplant und zusammen mit vielen engagierten Bürgern auch selbst gebaut.

Doch das ist es nicht allein. Ich habe eine qualifizierte Fachausbildung und inzwischen über 20 Jahre Berufserfahrung. Ich pflege guten Kontakt zu den Behörden und Fachstellen, die auch für die Stadt Hilpoltstein von wesentlicher Bedeutung sind.

Hinzu kommt: Ich verhandle hart aber fair, was entscheidend für eine erfolgreiche Politik ist. Ich habe klare Ziele. Natürlich weiß ich, dass ich es als Bürgermeister nicht jedem Recht machen kann. Wie schon gesagt, das Allgemeinwohl, mehr Lebensqualität für Jung und Alt, werden der Maßstab sein, an dem ich mich orientiere, aber auch messen lasse.

Michael Greiner: Was hat dich dazu bewogen, für die Freien Wähler zu kandidieren?

Michael Pfeiffer: Die Freien Wähler bieten meiner Vorstellung zur erfolgreichen Führung der Stadt Hilpoltstein die ideale Plattform. Sie stehen - genauso wie ich – für Bürgernähe, Ehrlichkeit, Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und Sachbezogenheit.

Michael Greiner: Wie siehst du deine Chancen für die Wahl am 2. März 2008?

Michael Pfeiffer: Ich vertraue auf die Wählerinnen und Wähler. Wenn meine Politik, die in erste Linie auf das Wohl der Bürger ausgerichtet ist, auch bei den Wähler ankommt, bin ich sehr optimistisch. Allerdings bin ich auch Realist. Ich glaube nicht an eine Entscheidung am 2. März 2008. Vielmehr denke ich, dass es zu einer Stichwahl kommen wird. Und dann halte ich es für möglich, dass der neu Bürgermeister dann Michael Pfeiffer heißen wi